Wiener Walzer
Wir beginnen mit dem Klassiker: Der Wiener Walzer ist der älteste,
heute noch gebräuchliche Tanz. Seine Ursprünge reichen bis ins
Mittelalter zurück, damals galt er als "Bauerntanz" und wurde zeitweise
vom Klerus verboten. Erst später wurde er zum Höfischen Tanz Den Namen
Wiener Walzer erhielt er, nachdem er am Ende des Wiener Kongresses im
Jahre 1814/1815 von den dort versammelten Delegierten getanzt wurde.
Als spöttischen Ausdruck, für die Dekadenz der damaligen diplomatischen
"Praxis" zahlreiche Bälle abzuhalten, prägte C. J. Fürst von Ligne im
Hinblick auf den Wiener Kongress die Redewendung Der Kongress tanzt
viel, aber er geht nicht weiter ("Le congrès danse beaucoup, mais il ne
marche pas"). Der Wiener Walzer wird heutzutage häufig für die
Eröffnung besonders festlicher Anlässe gewählt, z.B. dem Wiener
Opernball oder auch als Brautwalzer auf Hochzeiten. Der Wiener Walzer
ist im ¾ Takt geschrieben und hat ca. 50-60 Takte/Minute.
Bekannte Titel:
- "Wiener Blut", "Kaiserwalzer", "An der schönen blauen Donau" / Johann Strauss
- "Die Moldau" / Bedrich Smetana
- "Der zweite Walzer" / Dimitri Schostakowitsch
- "Hijo de la luna" / Mecano
- "Piano Man" / Billy Joel
- "Nothing else matters" / Metallica (Das ist kein Scherz! :)
Tango
Es gibt grundsätzlich zwei große Stilrichtungen, den Tango Argentino und den Tango im Englischen Stil, der in der Turnierform seine Vollendung findet.
Ende der 20er Jahre kam die Trennung in Tango Argentino und Tango des Englischen Stils. Noch in den 50er Jahren war Tango Turniertanz der Lateinamerikanischen Disziplin. Heute unterscheidet man hauptsächlich den Tango im Englischen Stil/Gesellschaftstanzstil und den Tango Argentino.
Tango kommt aus Argentinien, mit Ursprüngen in Kuba und Uruguay im 18. Jahrhundert. Der argentinische Tango entstand um 1880 in den Einwanderervierteln am Rio de la Plata, an dessen Mündungsdelta Buenos Aires liegt, aus Habanera und Milonga, einer Mischung aus afro-kubanischer und europäischer Musik. Um die Jahrhundertwende wurde er zum Gesellschaftstanz.
Bekannte Titel sind:
- La Cumparsita
- El Choclo
- Janousie
Langsamer Walzer
Um 1870 entwickelte sich in Amerika eine sanftere Form des Wiener
Walzers, der unter dem Namen Boston bekannt wurde. Diese Version
behielt die für den Wiener Walzer charakteristischen drehenden Figuren
bei, wurde aber zu einem langsameren Tempo getanzt. Um 1920 entwickelte
sich daraus in England der Langsame Walzer, der wegen seiner Herkunft
auch "English Waltz" genannt wird. Er gilt als der harmonischste
Standardtanz und wird häufig zur Eröffnung vonTanzkursen und
-veranstaltung getanzt. Der Langsame Walzer ist im ¾ Takt geschrieben
und hat ca. 28-30 Takte/Minute.
Bekannte Titel:
- "I wonder why" / Curtis Stigers
- "If you dont know me by now" / Simply Red
- "Take it to the limit" / Eagles
Foxtrott
Entstanden ist der Foxtrott zwischen 1910 und 1915 in Nordamerika.
Sowohl die tänzerischen Wurzeln als auch die Herkunft des Namens ist
nicht eindeutig zu klären, da sich hier zahlreiche Quellen
widersprechen. Der Foxtrott nahm Elemente des Ragtime, Onestep, Twostep
sowie des von Vernon und Irene Castle choreografierten Castle Walk auf
(jetzt wissen wir mehr :). Für den Namen gibt es zwei Erklärungen:
Einmal Foxtrott Als Tiertanz (Fuchstrab) mit Holzschuhen zur
Ragtimemusik getanzt - oder er geht auf den Schauspieler Harry Fox
zurück, der für seine damals populäre Variete-Show "Harry Fox & the
Zigfeld Follies" Schritte aus Onestep und Castle Walk übernahm. Der
Foxtrott ist im 4/4-Takt geschrieben und hat ca. 44-48 Takte in der
Minute.
Bekannte Titel:
- "Mack the knife" / z.B. Robbie Williams
- "Bacardi Feeling" / Kate Yanai
- "Mr. Sandman" / z.B. Emmilou Harris
Quickstep
Der Quickstep ist die schnellere Variante des Foxtrott. Da der
Quickstep im Gegensatz zum Foxtrott einer der fünf Turniertänze
(Standard) ist, gibt es deutlich mehr technische Elemente und Figuren,
dafür ist er tänzerisch auch etwas anspruchsvoller. Der Quickstep ist
im 4/4-Takt geschrieben und hat ca. 50-54 Takte in der Minute.
Bekannte Titel:
- "Nah neh nah" / Vaya con dios
- "Puttin on the Ritz" / z.B. Pasadena Roof Orchestra
- "Lets face the music and dance" / Nat King Cole
- "Mr. Pinstripe Suite" / Big Bad Voodoo Daddy
Die Lateinamerikanischen Tänze
Cha Cha Cha
Der Cha Cha Cha ist der jüngste der heute populären Tänze. Er
wurde in den 50er Jahren höchst wahrscheinlich von dem kubanischen
Musiker Enrique Jorrin, einem Musikerkollegen von Tito Puente (einem
der "Salsaväter") erfunden. Er stellte zu dieser Zeit diese langsame
Variante des Mambo vor, die jedoch mehr Schritte hat. Der Cha Cha
Cha-Rhythmus ist in der Popmusik, vor allem seit dem neuen Latino-Boom,
weit verbreitet. Bei Umfragen kommt der Cha Cha Cha meistens als
beliebtester Tanz davon. Der Cha Cha Cha ist im 4/4-Takt geschrieben
und hat ca. 30-34 Takte in der Minute.
Bekannte Titel:
- "Oye como va" / z.b. Santana (geschrieben von Tito Puente)
- "Pata pata" / Miriam Makeba
- "I need to know" / Marc Anthony
- "Sex Bomb" / Tom Jones
- "Lets get loud" / Jennifer Lopez
Samba
Ursprünglich ist Samba ein Sammelname für viele Tanzformen, die im
19. Jahrhundert von afrikanischen Sklaven aus dem Kongo, dem Sudan und
Angola in ihre neue Heimat Brasilien gebracht wurden. Die Samba wurde
bei den Bantus anlässlich der Kriegerweihe getanzt. Aus dem früheren
Kreistanz entwickelte sich später ein Paartanz der sich allerdings erst
in den 50er-Jahren in Europa etablieren konnte. Die Samba ist im
2/4-Takt geschrieben und hat ca. 50-60 Takte in der Minute.
Bekannte Titel:
- "Volare" / Gipsy Kings
- "Aint it funny" / Jennifer Lopez
- "Magalenha" / Sergio Mendez
- "Demasiado Corazon" / Mink de Ville
Rumba
Die genaue Herkunft der Rumba ist bis heute ungeklärt, sicher ist
sie musikalisch und tänzerisch afrocubanischen Ursprungs. Ursprünglich
war die Rumba ein rein rhythmischer Tanz, also nur mit afrikanischen
und afrocubanischen Pekussionsinstrumenten gespielt. Später kamen
europäische Melodieinstrumente hinzu. Eine Theorie besagt, dass die
Rumba sich aus dem spanischem Fandango entwickelte. Als Modetanz kam
die Rumba erstmals 1914 in New York auf. Rhythmisch vereinfacht
gelangte sie 1931 auch nach Europa. In Deutschland wurde sie von den
Nazis schließlich als "entartet" verboten. Nach dem Zweiten Weltkrieg
wurde die Rumba wieder entdeckt, allerdings in zwei vollkommen
unterschiedlichen Variationen. Zum einen die amerikanisch beeinflusste
Square- oder Carrée-Rumba, zum anderen die vom in England lebenden
Franzosen Pierre Lavelle propagierte Rumba im kubanischen Stil. Dies
führte Anfang der 70er Jahre zu heftigen Auseinandersetzungen (die so
genannten Rumba-Kriege), welche Variante jetzt die Richtige sei.
Schließlich wurden beide Varianten "zugelassen". Im internationalen
Tanzsport hat sich mittlerweile der kubanische Stil durchgesetzt. Die
Square-Rumba wird in Europa kaum noch unterrichtet, in den USA ist sie
jedoch noch weit verbreitet. Die Rumba ist im 4/4-Takt geschrieben und
hat ca. 25-28 Takte in der Minute.
Bekannte Titel:
- "Im not giving you up", "Mas alla" / Gloria Estefan
- "Oye me" / Monica Naranjo
- "Goldeneye" / Tina Turner
- "Sacrifice" / Elton John
- "Fiesta" / R. Kelly
Jive
Ursprünglich Jitterbug, (Zitterwanze) genannt, entstanden seine
Vorläufer im New Yorker Stadtteil Harlem. Seine musikalische Wiege
waren zu Beginn der 1930er Jahre Lindy Hop, Blues und Swing, in den
1940ern der Boogie-Woogie, in den 1950ern der RocknRoll. Die
Bezeichnung Jitterbug geht zurück auf die gesprungenen Figuren und die
improvisierte Tanzweise der Schwarzen aus Harlem. Amerikanische
Soldaten brachten diese in den USA beheimateten Tänze um 1940 nach
Europa, wo sie bei der Jugend schnell sehr beliebt wurden. Der Boogie
wurde nach dem Krieg zur dominierenden Musik. Als "artfremder,
ordinärer" Tanz fand er aber nicht nur Freunde. Tanzpapst Alex Moore
(dessen Buch über die Standardtänze auch heute noch maßgebend ist)
äußerte sich, dass er nie zuvor etwas "gräßlicheres" gesehen hatte.
Englische Tanzlehrer entwickelten, mit etwas langsamerer Musik, den
eleganten und doch lebendigen Jive. Umgangssprachlich bedeutet jive
soviel wie "Blödsinn" Der Jive ist im 4/4-Takt geschrieben und hat ca.
30-48 Takte in der Minute.
Bekannte Titel:
- "Hit the Road, Jack" / z.B. Buster Pointdexter
- "Wake me up before you gogo" / WHAM!
- "Lets have a Party" / Wanda Jackson
- "Hey ya" / The Outcast
Paso Doble
Wörtlich übersetzt bedeutet Paso Doble "Doppelschritt" und
beschreibt einen spanischen Paartanz mit einfachem Schrittmaterial auf
Marschmusik. In stilisierter Form verbreitete sich dieser, auch in
Lateinamerika anzutreffende Volkstanz, nach 1910 in anderen
europäischen Ländern. Die Musik beinhaltet Elemente des Fandango und
des Flamenco. Der Flamenco-Stil bildete sich im 19. Jahrhundert heraus.
Der Paso Doble gilt als die tänzerische Interpretation des
Stierkampfes, wobei der Herr den Torero darstellt, die Dame - je nach
Figur - das rote Tuch (Muleta oder Capa), den Stier, einen zweiten
Torero oder eine Flamencotänzerin. Der Tanz wurde in Paris in den
zwanziger Jahren choreografiert, daher tragen die meisten Figuren
französische Bezeichnungen. Heutzutage wird der Paso Doble vor Allem in
Südfrankreich und Spanien getanzt.Für Freizeittänzer hat der Paso Doble
bei uns kaum noch eine Bedeutung, da er weder musikalisch noch
tänzerisch zeitgemäß ist; im Tanzsport gehört er nach wie vor zu den
fünf lateinamerikanischen Tänzen. Bei Shows ist er jedoch sehr beliebt,
da er als einziger Tanz auf ein Musikstück choreographiert ist;
deswegen wird er fast immer auf den "Spanish Gypsy Dance" oder "Espana
Cani" getanzt.
Bekannte Titel:
- "Espana Cani" (Diesen Titel gibt es in
ca. 156.349 verschiedenen Versionen, u.a. von den Brigachtäler
Almdudlern, dem Tanzorchester der OPEC, Scooter und Motörhead)
Latino
Salsa / Mambo
Salsa / Mambo ist eine Mischung aus Tanzformen der europäischen,
afrikanischen und indianischen Kultur. Vor allem spanische und
französische Musik (Contredance) vermischte sich mit den afrikanischen
Rhythmen der Yoruba, der Cucumí, der Bantu und der Conga.
Die wichtigsten Wurzeln sind:
1. Die Guajiras, eine Liedform der spanisch sprechenden Landbevölkerung Kubas
2. Der Son aus dem Osten Kubas
3. Danzon und Danza, den Gesellschaftstänzen der weißen Oberschicht
4. der afrokubanischen Rumba, hier vor allem Guaguanco (sprich Uawanko) und Yombó
Bereits in den 20er Jahren des vorigen Jahrhunderts trugen begabte
kubanische Musiker diese Musik (Mambo) nach New York. Dort vermischte
sie sich mit dem nordamerikanischen Jazz, dem Swing und dem Bebop.
Die Mambo Ära hatte ihren Hauptstützpunkt zu dieser Zeit in einem
Tanzpalast auf dem New Yorker Broadway, dem "Palladium". Noch heute
wird eine der vielen Salsa-Stilrichtung "Palladium-Style" (Klassischer
Mambo) genannt. Durch die vielen Einwanderer aus den
lateinamerikanischen Ländern wie Kuba, Puerto Rico, Dominikanische
Republik, Venezuela, Kolumbien, Panama entstand in der Folgezeit -
beginnend mit den 60er Jahren - ein neuer spezieller Latin Sound aus
den traditionellen lateinamerikanischen Rhythmen gemixt mit Boogie,
Swing, Rock & Roll etc. - die SALSA, die ihren Siegeszug
mittlerweile um die gesamte Welt angetreten hat.
Stilrichtungen
Salsa ist einem sehr schnellen Wandel
unterworfen, ständig strömen neue Einflüsse auf diesen Tanz ein und
werden aufgenommen, so dass Salsa uns auch in Zukunft ständig ein neues
Bild zeigen wird.
Es gibt grundsätzlich zwei große Stilrichtungen
in Salsa: Der Cuban Style und der Puerto Rican Style. Beide Arten
spielen das gleiche uralte Spiel des Eroberns und Erobert-Werdens.
Cuban Style
basiert auf seit- und kreisförmigen Bewegungen
und Figuren. Im Cuban Style tanzt man überwiegend in Tanzhaltung und
lässt selten eine Hand los. Die Figuren werden grundsätzlich "rund"
getanzt, dass heißt, das Paar dreht sich (ähnlich wie im Discofox)
ständig im Raum. Es gibt sehr viele verschlungene Figuren, die viel
tänzerisches Geschick von beiden Partnern fordern. Cuban Style ist auch
die Grundlage der Rueda. Einer Tanzform, bei der sich viele Paare im
Kreis aufstellen und auf Zuruf verschiedene Figuren tanzen und dabei
die Partner wechseln.
Puerto Rican Style
basiert auf dem Mambo Grundschritt sowie
Rock Steps. Der Puerto Rican Style ist grundsätzlich auf einer geraden
Linie ausgerichtet. Der Herr "präsentiert" seine Dame und gibt ihr viel
"Handfreiheit". So kann sie recht oft mit schönen Armbewegungen den
Tanz ausschmücken (Ladies Styling). Manchmal lässt der Herr seine Dame
auch ganz ohne Handhaltung und tanzt eigene Schrittkombinationen, den
so genannten "Open Shines", mit denen er die Zuschauer in den Bann
ziehen will. Diese "Shines" werden von der Dame "beantwortet".
Weitere der vielen Salsa-Stilrichtungen:
New York Style
In New York sieht man eine unendlich große
Vielfalt von Interpretationen, angefangen von Hip-Hop Einflüssen, über
Flamenco, Tango Argentino, Hustle, Ballett ect.
L.A. Style
Im L.A. Style gibt es viel Akrobatik und
eigenwillige Kreationen, ebenso beeinflusst von anderen süd- oder
mittelamerikanischen Tänzen.
Bekannte Titel:
- "La vida es un Carnaval" / Celia Cruz
- "Aicha" / Africando Allstars
- "Asi se goza" / Isidro Infante
- "Yo soy la muerte" / El Gran Combo
Merengue
Etymologen (Sprachwissenschaftler) beschreiben den Ursprung der
Merengue im Kreolischen Haiti. Dort wurde das Wort "Mereng" für Musik
und Tanz verwendet.
Merengue wurde um 1842 das erste Mal erwähnt,
als eine kubanische Marschmusikband die "Upa Habanera" in Puerto Rico
das erste Mal spielte. Die Upa oder Urpa wurde später "Merengue"
genannt. Der Afro-Europäische Einfluss ist unübersehbar - ausladende
Hüftbewegungen und mit "Ballroom-Haltung". Bei der "High Society" rief
dieser Tanz, weil er erstens afrikanischen Ursprungs war und zweitens
der Art, wie er getanzt wurde, und drittens wegen seiner vulgären und
aufsässigen Texte große Empörung hervor, die sogar soweit ging, dass in
Puerto Rico die Merengue per Gesetz mit schlimmen Sanktionen verboten
wurde. Dort starb sie denn auch nach 40 Jahren aus.
Sie lebte und
entwickelte sich aber weiter in der Dominikanischen Republik. Anfang
des 20. Jahrhunderts versuchten gebildete Musiker die Merengue in den
Ballsälen zu etablieren. Dies gelang jedoch erst, als Rafael Trujillo
die Merengue in einer Wahlkampagne zu seiner Musik erwählte. Als dann
auch noch eine aristokratische Familie in Santiago Luis Alberti, einen
bekannten Musiker bat, zum 15. Geburtstag ihrer Tochter eine Merengue
zu komponieren mit "feinem" Text, die ein großer Hit wurde, begann der
Siegeszug dieses Tanzes bis heute.
Am beliebtesten ist Merengue
heute noch in der Dominikanischen Republik und dem Nachbarland Haiti.
Man bezeichnet ihn als den Dominikanischen Nationaltanz. Die
Dominikaner unterscheiden zwei Arten: Merengue de Salon, die nur in
Tanzhaltung an der Stelle und mit vielen Drehungen in enger Tanzhaltung
nach rechts und nach links getanzt wird und die Merengue de Figura, bei
der viele Figuren und Unterarmdrehungen geführt werden für die Dame und
den Herrn, bei der sich jedoch ebenfalls nicht aus der Tanzhaltung
gelöst wird.
Bekannte Titel:
- "Suavemente" / Elvis Crespo
- "El Tiburon" / Proyecto Uno
- "Hasta la Vista" / CAribbean Project
Bachata
Der Ursprung des Bachata ist die Dominikanische Republik. Er ist
aus dem Bolero entstanden, d.h. auf langsame Bachatas kann man auch
Rumba oder Cha Cha Cha tanzen. Bachata ähnelt sehr stark der
Jazzrichtung Blues. Bachata ist das erste Mal 1961 nach Trujillos Tod
aufgenommen worden von Manuel Caderýn, also noch lange nicht so alt wie
Merengue. Trujillo hatte sich der Bachata stets widersetzt und so
konnten erst nach dessen Tod Aufnahmen von dieser Musik gemacht werden.
Vorher bekannt als Ýbolero campesinoy bezeichnete der Begriff "Bachata"
ursprünglich eine einfache Party mit Gitarrenmusik. Diese Gitarrenmusik
ist immer noch bezeichnend für Bachata und bestimmt ihre romantische
Interpretationsweise. Bachata ist mit Merengue ein fester Bestandteil
in der Salsa-Szene. Er basiert auf einer Seitbewegung mit einem Chassé
offen oder geschlossen. Die Chassé-Bewegung wird mit der
Merenguebewegung gemixt. Die Chassés können nach rechts oder links
gedreht werden. Sehr häufig wird ein Takt nach rechts und danach sofort
wieder nach links gedreht. Selbstverständlich können auch mehrere Takte
in eine Richtung gedreht werden.
Bekannte Titel:
- "Obsesion", "Cuando Volveras" / Aventura
- "Nada de nada" / Frank Reyes
- "Eres mi vida" / DLG